Bei einer Hochzeit kann man nicht überall sein. Man hat gar nicht die Zeit, jeden kleinen Moment selbst mitzubekommen. Genau dafür bin ich da.
Bei Familien und Newborn ist es dasselbe. Mit Kindern dreht sich die Welt gefühlt doppelt so schnell. Man vergisst so schnell, wie klein sie mal waren, wie ihr echtes Lachen klang.
Und mit echt meine ich wirklich echt. Ihr kennt bestimmt das eine Foto, auf dem die Oma ruft: ach komm, jetzt lach doch mal in die Kamera. Das Kind lächelt dann brav, aber so richtig ist es nicht sein Lachen. Genau dieses Lächeln auf Kommando will ich nicht. Ich will das Lachen, das ihr von daheim kennt. Wenn es gekitzelt wird, wenn es sich riesig freut, wenn es spielt und die Kamera längst vergessen hat. Das ist das Lachen, das ihr in zwanzig Jahren noch einmal spüren wollt.
Fotografiert habe ich schon immer, so wie gefühlt jeder Fotograf. Richtig los ging es 2021, und schuld daran sind meine Kinder.
Mit der Geburt unserer großen Tochter wurde aus dem Hobby eine Leidenschaft. Ich wollte jeden Moment festhalten, weil ich Angst hatte, dass die Zeit viel zu schnell vergeht. Und ja, sie tut es. Heute bin ich unendlich dankbar, dass ich all diese Bilder habe.
Mit der Zeit habe ich gemerkt, wie sehr ich auch das Filmen liebe. Ich halte unseren Alltag gern in kleinen Videos fest, im Urlaub oder an besonderen Tagen. Es ist so schön, später einen kleinen Rückblick zu haben.
Manchmal vergisst man schon nach einem Jahr, was alles passiert ist. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie das nach zehn Jahren ist. Videos helfen dabei noch mehr als Fotos, finde ich, weil sie die Gestik, die Mimik und die ganze Stimmung zeigen. Fotos liebe ich trotzdem genauso.
